Κυριακή 10 Νοεμβρίου 2019

Fluid resuscitation after severe trauma injury

Abstract

Background

Using tetrastarch for fluid resuscitation after a severe trauma injury may increase risks of death and acute kidney injury. The importance of tetrastarch dose, however, is unknown.

Methods

A retrospective observational study was performed in two trauma centres using data on type and amount of fluids (balanced crystalloids or tetrastarch) used for pre- and acute in-hospital shock management. We evaluate independent associations between the relative and absolute volumes of tetrastarch and 90-day survival time or the frequency of severe acute kidney failure (AKF).

Results

We studied 271 patients who had sustained a severe blunt trauma injury (average predicted mortality according to the Revised Injury Severity Classification Score (RISC) 15.1 ± 1.4% [mean, standard deviation]), and who had required more than 2 days of intensive care therapy. In all, 75.3% of patients had received tetrastarch with a crystalloid/colloid ratio of 2.93 ± 2.60. The 90-day mortality was 11.1%, and 7.8% of the patients developed severe AKF. After adjusting for confounders, we found a U-shaped, nonlinear association between absolute or relative volumes of tetrastarch and survival time (p = 0.003 and 0.025, respectively). Optimal relative volumes of tetrastarch approximately ranged from 20 to 30% of total fluids. Giving less than about 1000 ml, or more than about 2000 ml tetrastarch was significantly associated with an increased risk of developing severe AKF (p = 0.023).

Conclusions

There was a complex U‑shaped association between the tetrastarch dose and morbidity/mortality of patients after a severe trauma injury. The optimal crystalloid/tetrastarch ratio for acute shock management appears to range from about 2.5 to 4.0.

Ist eine Beutel-Masken-Beatmung vor der endotrachealen Intubation bei Intensivpatienten sinnvoll?

Mitteilungen der DGIIN

Update Intensivmedizin

Erfolgreiche Behandlung einer erworbenen Hemmkörperhämophilie A mit rekombinantem porcinem Faktor VIII

Zusammenfassung

Die erworbene Hemmkörperhämophilie A ist eine seltene, lebensbedrohliche hämorrhagische Diathese, bedingt durch Autoantikörperbildung gegen Faktor VIII. Geschildert wird der Fall eines Patienten mit erworbener Hemmkörperhämophilie A und ausgeprägter Blutung nach Operation eines Peritonsillarabszesses. Weder hoch dosierte Faktor-VIII-Gaben noch regelmäßige Applikation von rekombinantem aktiviertem Faktor VII konnte die Blutung stoppen. Die einmalige Infusion von rekombinantem porcinem Faktor VIII führte jedoch zur prompten Blutungskontrolle mit messbarem Faktor-VIII-Spiegel.

Paroxysmale Breitkomplextachykardien: eine Kasuistik mit 3 Fällen

Interpretation von Säure-Basen-Störungen

Zusammenfassung

Für die Funktionen des Körpers ist es notwendig, den pH-Wert des Bluts in engen Grenzen zu halten. Störungen dieses Gleichgewichts können aus unterschiedlichen Gründen auftreten und in lebensbedrohlichen Zuständen resultieren. Deshalb sind die Identifikation und Interpretation von Säure-Basen-(SB)-Störungen vor allem in der Notfall- und Intensivmedizin, aber nahezu auch in sämtlichen Bereichen der inneren Medizin von großer Wichtigkeit. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die unterschiedlichen metabolisch und respiratorisch bedingten SB-Störungen und zeigt praxisnah, wie diese im klinischen Alltag unter Zuhilfenahme des vereinfachten Stewart-Approachs diagnostiziert werden können.

Ich kann nicht mehr: Burn-out – eine Aufrüttelung

Zusammenfassung

Hintergrund

Burn-out wird zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert und ist Thema eines Positionspapiers der US-amerikanischen Society of Critical Care Medicine.

Ziel der Arbeit

Eine Übersicht über Vorkommen, Ursachen und Bedeutung von Burn-out bei Intensivstations(ITS)-Ärzten und -Pflegekräften zu geben sowie Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen

Material und Methoden

Narratives Review

Ergebnisse und Diskussion

Burn-out ist ein arbeitsbezogener Zustand, der nach längerfristiger Arbeitsüberforderung entstehen kann, wenn ein Ende nicht absehbar ist und kurze Erholungsphasen, etwa an Wochenenden, nicht zu einer Rückbildung von Erschöpfung, vegetativer Symptomatik, Leistungsminderung sowie der kritischen Distanz zur Arbeit führen. Das Ursachenspektrum umfasst 1) arbeitsplatzbezogene Faktoren, z. B. unbewältigbarer Arbeitsanfall, mangelnde Anerkennung durch Vorgesetzte, und 2) individuelle Faktoren, z. B. stark überhöhter Anspruch und starkes Engagement. In der Intensivmedizin ist nach Beobachtungsstudien aus Frankreich oder der Schweiz jeder 2. bis 3. Mitarbeiter betroffen. Große Umfragestudien bei Pflegekräften im Krankenhaus gehen von einer Zunahme des Burn-outs in den letzten Jahren aus. Burn-out ist mit einer schlechten Arbeitsumgebung assoziiert, gefährdet die Patientensicherheit und -zufriedenheit, führt bei Ärzten und Pflegekräften vermehrt zu Kündigungsabsicht und verstärkt Personalfluktuation. Eine Prävention oder Reduktion von Burn-out ist eine Zukunftsaufgabe, die ein multidimensionales Vorgehen erfordert. Entsprechende Studien über wirksame Interventionen fehlen. Angestrebt werden sollte die Herstellung und Aufrechterhaltung einer gesunden Arbeitsumgebung mit guter Teamzusammenarbeit, psychologischer Sicherheit und einbeziehendem Führungsstil.

Prediction of ICU mortality in critically ill children

Abstract

Introduction

The SOFA (Sequential Organ Failure Assessment), GCS (Glasgow Coma Scale), and FOUR (Full Outline of UnResponsiveness) scores are the most commonly used scoring systems to predict the risk of mortality and morbidity in intensive care units (ICUs). The aim of the current study was to compare the predictive ability of these three models for predicting medical/surgical ICU mortality in critically ill children.

Methods

In the current observational and prospective study, a total of 90 consecutive patients, age ≤18 years, admitted to medical and surgical ICUs, were enrolled. The SOFA, GCS, FOUR score and demographic characteristics of all children were recorded on the first day of admission. For statistical analyses, a receiver operator characteristic (ROC) curve, the Hosmer–Lemeshow goodness of fit test, and logistic regression were used (95% confidence interval).

Results

The SOFA, GCS, and FOUR scores between survivors and nonsurvivors were statistically different (p = 0.002, p < 0.001, p = 0.004, respectively). The discrimination power for SOFA, GCS, and FOUR score was moderate (area under ROC [AUC] curve: 75.1%; standard error [SE]: 6.0%, 72.9% [SE: 7.2%], 78.7% [SE: 6.6%], respectively). The only well-calibrated model was GCS (x2 = 2.76, p = 0.59).

Conclusions

The performance of the three predictive models SOFA, GCS, and FOUR score for predicting outcomes in children admitted to medical and surgical ICUs was good. The discrimination was moderate for all three models, and calibration was good just for GCS. GCS was superior in predicting outcome in critically ill children; however, further studies are needed to validate these scores in the pediatric population.

Bonzai, Blei und Badesalz – Vergiftungen mit neuen und alten Drogen

Zusammenfassung

Hintergrund

Anstieg schwerer Intoxikationen und Todesfälle durch den Konsum „neuer psychoaktiver Substanzen“ (NPS). Diese werden meist über Online-Shops teilweise legal, oft illegal oder „im Graubereich“ gehandelt.

Fragestellung

Charakteristika verschiedener NPS. Rechtlicher Status durch das „Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz“ (NpSG). Risikobewertung der verschiedenen Stoffe, mögliche Komplikationen akuter Intoxikationen, Therapieempfehlungen.

Material und Methoden

Literaturrecherche und Auswertung eigener Fallstatistiken. Diskussion von amtlichen Statistiken, Grundlagenarbeiten sowie Expertenempfehlungen.

Ergebnisse

Zunahme von Intoxikationen mit NPS sowie damit assoziierten Todesfällen: im Jahr 2016 in Deutschland 98 Todesfälle gegenüber 39 Todesfällen im Jahr 2015. Schwere akute Intoxikationen erfordern eine fundierte intensivmedizinische Therapie. Diese muss meist symptomatisch erfolgen. Bei den hier diskutierten Drogen steht lediglich für die synthetischen Opioide ein Antidot (Naloxon) zur Verfügung.

Schlussfolgerungen

Mit einer deutlichen Senkung der Fallzahlen von schweren Intoxikationen mit NPS ist durch das seit Ende des Jahres 2016 geltende NpSG (kurzfristig) nicht zu rechnen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend steigender Fallzahlen abschwächen wird. Eine Rücksprache mit einem Giftinformationszentrum ist bei Verdacht auf eine Intoxikation mit NPS empfehlenswert. Diagnostik und Therapie können dann gezielt diskutiert werden. Ein toxikologisches Screening kann unter Umständen falsch-negativ sein, da viele synthetische Drogen in der Standardanalytik nicht erfasst werden. Dies macht eine spezielle Analytik erforderlich.

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