Τετάρτη, 28 Αυγούστου 2019

Distale Ischiadikusblockade in Rückenlage mittels neu entwickelter Ultraschallsondenselbsthalterung

Zusammenfassung

Die sonographisch kontrollierte distale Ischiadikusblockade erfolgt üblicherweise durch Platzierung der Ultraschallsonde auf der dorsalen Oberschenkelseite. Dies erfordert die Umlagerung des Patienten (Bauch- oder Seitenlage) sowie zusätzliche Hilfestellung. Um eine solche Umlagerung zu vermeiden, wurde eine Positionierungshilfe mit integrierter Sondenhalterung entwickelt und deren Praxistauglichkeit an Patienten, die an der unteren Extremität operiert wurden, untersucht. Die Ischiadikusblockade wurde sonographisch kontrolliert in Rückenlage und Allgemeinanästhesie mithilfe der neuen Lagerungshilfe mit integrierter Ultraschallsondenselbsthalterung durchgeführt. Es wurden >100 Patienten, die sich einer elektiven Operation des Unterschenkels, Sprunggelenks oder Fußes mithilfe einer kontinuierlichen Ischiadikusblockade unterzogen, mit einem Katheter für die postoperative Schmerztherapie behandelt. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es einfach durchführbar ist und man die Hände zur Bewegung der Nadel und für die Positionierung des Katheters frei hat. Mögliche Nachteile sind die Notwendigkeit einer „In-plane“-Katheterpositionierung und ein fixierter Ultraschallwinkel.

Additive Therapien

Flüssigkeitstherapie

Fokus Nephrologie

Fokus Neurochirurgie

Beatmung und Sauerstofftherapie

Analyse eines First-responder-Systems zur notfallmedizinischen Versorgung im ländlichen Raum: erste Ergebnisse und Erfahrungen

Zusammenfassung

Hintergrund

In der Notfallmedizin sind die schnelle Verfügbarkeit und frühestmögliche medizinische Therapie wesentliche Faktoren. Die für den Rettungsdienst festgelegten Hilfsfristen von 10–15 min können nicht immer eingehalten werden. Um die Hilfsfrist zu verkürzen, etabliert sich parallel zum Regelrettungsdienst ein unabhängiges System von First respondern. Zu deren Prozess- oder Qualitätsdaten existieren nur wenige Informationen. Ziele der vorliegenden Analyse sind die Beschreibung und die Auswertung eines solchen First-responder-Systems.

Methode

Die Analyse wertet retrospektiv die Einsatzprotokolle der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.(DLRG)-Notfallhilfe Nordhardt aus dem Jahr 2017 aus. Der Fokus lag auf den Prozesszeiten und der Durchführung der medizinischen Versorgung.

Ergebnisse

Es wurden 363 anonyme Einsatzprotokolle (Aktennotiz der Notfalleinsätze) ausgewertet. Die Ankunft der First responder beim Patienten erfolgte im Median 4 min nach der Alarmierung. Durchschnittlich wurden die Patienten 5 min betreut, bis der Rettungsdienst eintraf. First responder haben 5 Patienten reanimiert, 23 Patienten mittels Sauerstoff oxygeniert und 4 Patienten beatmet. Weiter konnten 11 Patienten mit einer Hypoglykämie von einer zeitnahen Therapie profitieren. Bei 50 Verunfallten wurden insgesamt 5 Halswirbelsäulen-Stabilisationen und 38 Bodychecks durchgeführt.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend besteht ein taktischer Vorteil, First responder einzusetzen. Diese sind ortsnah und besitzen die nötigen Fähigkeiten, Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes medizinisch zu betreuen. Weitere Untersuchungen sind hierzu wünschenswert. Eine Standardisierung sowie Digitalisierung der Einsatzprotokolle könnten dazu hilfreiche Schritte sein.

PGE 1 -unterstützte Behandlung einer Mikrozirkulationsstörung bei komplizierter Malaria tropica

Zusammenfassung

Es wird über den Verlauf einer komplizierten Malaria tropica bei einem 41-jährigen Patienten berichtet. Nach mehrmonatigem Aufenthalt in Mali dekompensierte der Betroffene kurz nach Beginn der ersten Symptome. Im Vollbild eines Multiorganversagens und mit einer initialen Parasitenlast von 25 % entwickelte er eine ausgeprägte Mikrozirkulationsstörung in den Akren, die mit dem synthetischen Prostaglandin E1 (PGE1) Alprostadil i.v. behandelt wurde. Der Clearance-Verlauf der Plasmodien präsentierte sich unter einer artemisininbasierten Kombinationstherapie verzögert. Prolongierte Hämolysen erforderten Mehrfachtransfusionen.

Hämophagozytische Lymphohistiozytose bei unspezifischer Virusinfektion

Zusammenfassung

Die Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH), in der Literatur auch Hämophagozytosesyndrom oder Makrophagenaktivierungssyndrom im Rahmen einer rheumatologischen Vorerkrankung, wird auf Intensivstationen aufgrund des sepsisähnlichen Krankheitsbildes in über 70 % der Fälle nicht erkannt. Es wird von einem 30-jährigen, zuvor gesunden Patienten berichtet, der nach einer 3‑monatigen Asien- und Südamerikareise mit unklarem Fieber zunächst auf die infektiologische Normalstation der Charité – Universitätsmedizin Berlin aufgenommen und nach 3 Tagen bei respiratorischer Insuffizienz auf die Intensivstation verlegt wurde. Durch die sofortige HLH-Diagnostik mit Initiierung der spezifischen immunsupprimierenden Therapie mittels Dexamethason, Immunglobulinen und Anakinra konnte der Patient nach insgesamt 14-tägigem Krankenhausaufenthalt vollständig genesen in die Häuslichkeit entlassen werden. Es werden weiterhin aktuelle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten diskutiert. Ferritin als entscheidender diagnostischer Marker sollte bei jedem Patienten mit unklarem Organversagen bestimmt werden.

Dezentrale Arbeitsplätze in der Anästhesiologie

Zusammenfassung

Anästhesieleistungen außerhalb zentraler OP-Bereiche („nonoperating room anesthesia“, NORA) haben stark an Bedeutung gewonnen. Nonoperating room anesthesia ist ein anspruchsvoller Bereich mit einem breiten Spektrum in Bezug auf die Altersklassen und die Eingriffe. Der Anästhesist steht in einem Spannungsfeld zwischen vorhandener Expertise für Sedierung, Atemwegs- und Notfallmanagement einerseits und der Tatsache andererseits, ein möglicherweise vermeidbarer Kostenfaktor zu sein. Die Bestrebungen einiger Fachabteilungen, Sedierungen auch bei komplexeren Eingriffen selbst durchzuführen, haben deshalb zugenommen. Um die Anästhesie hier dauerhaft zu etablieren, ist neben der reinen anästhesiologischen Expertise aber auch eine ausgeprägte Bereitschaft zur interdisziplinären Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig. Nur so können die beteiligten Fachdisziplinen vom anästhesiologischen Mehrwert für den Patienten überzeugt werden.
Patientengruppen, die ein besonderes Augenmerk erfordern, sind zum einen pädiatrische Patienten. Die Betreuung speziell von Kindern unter 2 Jahren setzt zudem die besondere kinderanästhesiologische Expertise des betreuenden Anästhesisten voraus. Aber auch profunde Kenntnisse z. B. in der Kardioanästhesie sind erforderlich, wenn spezielle Eingriffe dezentral im Herzkatheterlabor betreut werden.

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